Über uns

Fotoaktion in Meimerhausen gemeinsam mit Besuchern aus der Politik

Wohl jedes Kind ist gerne an der See, Wellen Möwen und friedlich drehende Windräder am Horizont – das alles vermittelt eine maritime Atmosphäre. Warum also nicht den Urlaub direkt vor die Tür holen, etwas Gutes für die Umwelt tun und ein paar Windräder auch auf Berge und in Täler bundesweit setzen?

Mit diesem Thema waren wir erstmalig wirklich konfrontiert, als an der Gemeindegrenze zwischen Freden und Alfeld (Leine) ein Windrad entstand. In vielen Gesprächen hörten wir zunächst genau diese Argumentation. Windräder sind doch toll und sie tun etwas für den Umweltschutz. Dicht gefolgt von dem Satz: „Wenn du gegen Windräder bist, dann bist du für Atomstrom“ oder „Jaja, nur nicht vor der eigenen Haustür“.

Beide Sätze lassen sich mit einem klaren NEIN beantworten. Wir sind alle für die sinnvolle Nutzung von Windkraft, für eine Energiewende im Dialog und unter Berücksichtigung aller Interessensgruppen (Gesellschaft, Natur/Umwelt, Betreiber und Anwohner). Das Bild, das wir in unseren Recherchen und auch vor Ort erfahren haben, ist allerdings ein anderes.

Das Thema Windenergie ist weitaus vielschichtiger und tiefgreifender als auch wir es zunächst annahmen. Denn Windenergie ist nicht gleich Windenergie. Haben wir vor 30 Jahren von 50 Meter hohen Rädern mit 30 Meter Spannweite gesprochen, sprechen wir heute von 200 Meter hohen Anlagen mit 100 Metern Spannweite und genau hier entstehen in unseren Augen einige Fragen, die wir gerne objektiv und sachlich im Sinne aller beteiligten geklärt wissen möchten.

Themen wir Artenschutz, Abbau seltener Erden (Neodym), gesundheitliche Risiken, die Reihenfolge der Maßnahmen zur Energiewende, langfristige Folgen für Nachbarn von Winderzeugungsanlagen, Speichertechniken für den erzeugten Strom und vieles mehr stehen im Raum.

Uns stellt sich aktuell die Frage, ob ein sauberer Dialog der Beteiligten stattfindet oder nur die Gewinnmaximierung einer Branche im Mittelpunkt steht. Wir laden Anwohner der Region, Politiker, Umweltverbände, Gemeinden und Kommunen zum Dialog Windkraft ein.

Wir haben keine festgesetzte Meinung „Windkraft ist Mist“, sondern sehen offene Fragen, auf die uns bisher niemand eine Antwort geben konnte. Um so mehr freuen wir uns über sachlichen Input und weitere Menschen, die den Dialog suchen.

Im Namen aller Beteiligten
Andreas Gundelach & Axel Schwerdtner

2 Gedanken zu „Über uns

  1. Aufmerksam habe ich den Artikel gelesen und es stellt sich mir die Frage, was außer die Größe der Windindustrieanlagen ist anders geworden. Liefern die 200 Meter hohe Anlagen mehr Strom ohne Wind?
    Ich denke die gesamte Windkraft ist völlig unnütz für unsere Stromversorgung. Es gibt keine guten Standorte in Deutschland wo ständige Stromproduktion aus der Windenergie garantiert ist. Dahin gehend sollte „DIALOG WINDKRAFT sich mal auf der Seite agora energiewende über die Produktionsdaten informieren. Es gibt unzählige Tage im Jahr wo die Einspeisung aus allen 24.500 Windindustrieanlagen gegen 0 geht. Genau wie bei der PV.
    „Energiewende“= gesetzlich geschützte Abzocke der Bürger

    1. Hallo Herr Dirr, bitte entschuldigen Sie die späte Bearbeitung. Leider ist bei mir der Kommentar untergegangen. Aber besser spät als nie. 😉
      Vielen Dank für den Hinweis auf die Produktionsdaten!
      Wir freuen uns über jeden Hinweis, der uns in der Sache nützlich sein kann.
      Mit besten Grüßen

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