23.09.2016: Kirchenland für Windkraftanlage „Freden 2“?

Zum 23.09.2016 lädt der Kirchenvorstand St. Georg sehr kurzfristig zu einer Gemeindeversammlung  ein (Freitag, 19:30 Uhr Gemeindehaus). Die Einladung wurde dabei mit nur einer Woche Vorlauf am 15.09. und nur über die Alfelder Zeitung (nicht aber über den Gemeindebrief oder das Fredener Mitteilungsblatt) ausgesprochen. Der Kirchenvorstand möchte nun im Eilverfahren entscheiden.

Eingeladen sind alle interessierten Bürger, auch wenn sie nicht zur Kirchengemeinde St. Georg oder Gemeinde Freden gehören. Sie erfolgt auf Empfehlung der Superintendentin und soll Bürgern die Möglichkeit geben, Fragen zum Projekt zu stellen. Anschließend dürfen Mitglieder der Kirchengemeinde ein Stimmungsbild abgeben, das aber nicht bindend ist. Der Kirchenvorstand lässt sich bereits vorab intern vom Projektierer über das Projekt informieren. Eine Anfrage der Bürgerinitiative zu einer Vorabvorstellung möglicher Risiken und Probleme bei diesem Projekt wurde vom Kirchenvorstand über Pastorin Horn leider abgelehnt.

Angesichts der großen Probleme mit „Freden 1“ sollte die Abstimmung negativ ausfallen, aber bereits im Vorfeld dürfen die Projektierer den Kirchenvorstand ihr Projekt schmackhaft machen. Wünschenswert wäre, dass eine so wichtige Entscheidung nicht über’s Knie gebrochen wird, sondern sachlich und mit Bedacht neutral abgewogen würde.

Es ist daher nun wichtig, dass auch Sie und Ihr am 23.09. in St. Georg dabei seid und Ihre/Eure Meinung zu weiteren Windkraftanlagen auf der Marke erklärt. Wer keine Zeit hat, sollte auf jeden Fall eine Mail an den Kirchenvorstand schreiben, die offizielle Mailaadresse ist von Pastorin Horn als 1. Vorsitzende ist petra.horn@evlka.de , Mails gerne auch in Kopie an info@dialogwindkraft.de senden.

Nach unserem Kenntnisstand würde die Windkraftanlage „Freden2“ nur wenige Meter neben der Kreisstraße errichtet werden. Ein rotes Blinken in der Nacht und Rotoren mit bis zu 380km/h Geschwindigkeit führen in unseren Augen zu einer Ablenkung der Verkehrsteilnehmer. Aus diesem Grund werden in anderen Bundesländern Abstandsempfehlungen von 100 Metern (Mecklenburg Vorpommern), 130 Metern (Schleswig Holstein) und sogar 200 Metern in Sachsen-Anhalt zu Kreisstraßen ausgesprochen. Das Land Niedersachen hinkt hier hinterher. Der Freistaat Sachsen hat unter Drucksache 206/14 einen Gesetzesentwurf in den Bundesrat eingebracht, nachdem zumindest die Kipphöhe der Anlage als Sicherheitsabstand zu Verkehrswegen eingehalten werden sollte. Im Falle von „Freden 2“ wären das voraussichtlich 196 Meter (auf den Turm bezogen).

Es ist daher wichtig, dass nicht nur Windkraftbefürworter verschwörerische Versprechen machen, sondern auch Kritiker sich zu Wort melden und gehört werden. Am 23.09. ist dazu eine wichtige Gelegenheit, zudem besteht die Möglichkeit, die genauen Planungen der Projektierer auf der Marke besser kennen zu lernen.

Nutzen Sie diese Chance und beziehen Sie Stellung. Die BI wird selbstverständlich ebenfalls am 23.09. vor Ort sein, darf sich allerdings nur aus dem Plenum heraus beteiligen.