Südlink meidet Freden

Tennet als Planer der Südlink-Trasse hat am 07.03.2017 seine neue Korridorplanung vorgestellt. Priorität hat nun die Ost-Trasse, die an der A7 bei Seesen verläuft. Nur noch als Alternative wird ein Trassenverlauf an der B3 (Delligsen, Varrigsen, Ammensen, Stroit) benannt. Die als Varianten 62/63 benannten Teilstücke bei Ohlenrode stehen nicht mehr im Fokus und werden nur noch als „weitere Korridore“ geführt.

Südlink wird notwendig, da es im Norden keine Abnehmer für Strom aus dem massiven Zubau von Windkraftanlagen gibt. Der Strom muss daher in den Süden transportiert werden. Hierzu gibt es bislang keine Infrastruktur, Südlink soll das ändern.

Dazu wird auch ein Leistungsverlust von mindestens 10% in Kauf genommen. Wird im Norden 1000 kWh an Strom eingespeist, werden über die Strecke ca. 100 kWh ungenutzt in Wärme umgewandelt und nur 900 kWh kommen am Ziel an. Würde die Energie in der Nähe der Verbraucher erzeugt, könnten diese 10% Verlust deutlich reduziert werden.