Sondermüll

Projektierer und Betreiber sind sich einig: „Windkraftanlagen können selbstverständlich recycelt werden“. Ganz anders sieht das Herwart Wills, Manager des bekannten und weltweit arbeitenden Abfallentsorgers REMONDIS.

So werden z.B. für die Rotoren von Windkraftanlagen oft Carbonfasern mit Harzen verklebt. Diese Verbindung lässt sich später nicht mehr lösen und auch nicht verbrennen. In Deutschland stehen bereits über 25.000 Windkraftanlagen – also über 75.000 Rotorblätter mit einem Gewicht von z.T. über 25 Tonnen/Stk. Sie werden im Zuge des „Repowerings“ meist nach spätestens 20 Jahren ausgetauscht – im Fall von „Freden1“ sogar schon nach zwei Jahren. Zurück bleibt Sondermüll.

So warnt auch Wills vor High-Tech-Müllkippen durch die Energiewende und weist auf ein neues ungelöstes Entsorgungsproblem hin. Sicherlich ist es nicht so groß, wie bei Brennstäben, aber angesichts der Masse an Rotoren auch keinesfalls zu ignorieren.

Es zeigt sich in unseren Augen wieder einmal, dass die aktuelle „Energiewende“ in Deutschland wenig durchdacht und strukturiert abläuft. Durch EEG-Umlagen und Abnahmegarantie werden vollkommen falsche Marktanreize gesetzt, der Lebenszyklus der Anlagen ist unvollständig betrachtet und die notwendige Entwicklung von Speichertechniken (zum Ausgleich fehlender Grundlastfähigkeit) steht weiterhin zu wenig im Mittelpunkt.

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