Umgeknickt (UPDATE 02.01. + 03.01.)

Im Zusammenhang mit dem Bau von Windkraftanlagen weniger als 120 Meter von der Kreisstraße entfernt, stellt sich immer wieder auch die Frage nach der Sicherheit der VerkehrsteilnehmerInnen. Alles sei sicher, beteuern Projektverantwortliche wenn es um die Errichtung weiterer Anlage mit einer Höhe von knapp 200 Metern (Mast 140 Meter) geht, da könne nichts passieren.

So sehen es auch die Betreiber anderer Windkraftanlagen. Aber es stimmt nicht immer: Im Windpark Sitten bei Leisnig kippte Ende Dezember eine 95 Meter hohe Anlage aufs angrenzende Feld um. Die Anlage war nach Aussagen des Betreibers gewartet.

Zwei Wochen zuvor schlug die komplette Gondel eines Windrads bei Grischow samt Rotoren auf dem darunterliegenden Acker ein.

Schon Anfang des Jahres war in der Nähe von Paderborn (nur 200 Meter von der B64) zu einem ähnlichen Zwischenfall. . Besonders starker Wind herrschte nicht, als dort die Gondel samt Rotoren (100 Tonnen Gewicht) auf dem Feld auftraf.

Natürlich ist ein umgekipptes Windrad nicht die Regel, alle drei Fälle zeigen allerdings, dass eine reale Gefahr besteht, die augenscheinlich auch trotz üblicher Wartung nicht ausgeschlossen werden kann. Entsprechend sollte alleine aus diesem Grund der Abstand von Windkraftanlage zu öffentlichen Straße größer als ihre Kipphöhe sein.

[Update/02.01.2017: Nur drei Tage nach Veröffentlichung des Berichts gab es den nächsten Zwischenfall: In Neu Wulmsdorf (Kreis Buxtehude) stürzte die nächste Windkraftanlage auf das angrenzend Feld.]

[Update/03.01.2017: Und heute direkt die nächste Sperrung: Die B166 bei Parchow muss seit heute auf unbestimmte Zeit wegen eines abgeknickten Rotors einer Windkraftanlage gesperrt werden. Der Rotor drohte bei einem Absturz auch die vorbeifahrenden Autos zu gefährden. Die Sperrung bleibt bestehen, bis die Gefahr gebannt ist. Die Störung hatte lt. Zeitungsbericht nicht die Anlage selbst gemeldet, viel mehr war der abgeknickte Flügel Passanten aufgefallen.]

 

 

Quellen: