Eiswurf in Dransfeld

Kann es bei modernen Windkraftanlagen zu Eiswurf kommen? Also zur Bildung und Abwurf von Eisbrocken? Natürlich nicht, erklären Befürworter und Projektierer, Flügelheizungen würden solche Gefahren zuverlässig ausschließen. Das dem nicht so ist, beweist ein aktueller Fall aus der Nähe:

Bei Dransfeld im Landkreis Göttingen warf eine Anlage handtellergroße Eistücke ab. Die Stücke wurden durch den Wind weiter abgetrieben, die Straße zwischen Dransfeld und Imbsen musste daraufhin gesperrt werden.

Die dortige Anlage ist noch jünger als „Freden 1“. Bereits im November 2014 war auch das Thema Eiswurf im Rahmen einer dortigen Informationsveranstaltung angesprochen worden. In Freden soll eine Windkraftanlage direkt neben der Kreisstraße entstehen. Die Flügelspitzen des Rotors (112 Meter Durchmesser) bewegen sich mit bis zu über 300km/h auf die Straße zwischen Wispenstein und Freden zu. Das Thema Eiswurf wird dabei nur allzu gerne als wirre Phantasie abgetan. Dransfeld (und einige Berichte mehr) zeigen, dass Eiswurf ein Thema ist, das einer objektiven Betrachtung bedarf.

Quelle/Sperrung wegen Eiswurf in Dransfeld:
http://www.hna.de/lokales/hann-muenden/dransfeld-ort312904/windrad-strasse-gesperrt-6981547.html

Quelle/Berechnung von Eiswurf und weitere Beispiele inkl. Videos:
http://www.gegenwind-vogelsberg.de/informationen/unfall/eiswurf/